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Bald geht es los

Montag, 21.04.2014

So alles ist schon gut geplant: die Rucksäcke stehen bereit, die packliste wird nochmal gut überarbeitet damit auch nix fehlt und vergessen wird. Hab mir jetzt doch noch eine Regenhose gekauft damit ich neben Alex Poncho nicht ganz so underdressed bin. Die Vorbereitungen mit Wanderschuhen und Gepäck im Wandergewicht liefen ganz gut. Wir sind gut gewappnet für das Abenteuer. 

Wir fliegen am 9.5. um 9.00 Uhr von München nach Bilbao, Ankunft 11.00 Uhr. Geplant ist dann die fahrt  um 13 Uhr mit dem Bus nach Bayonne (16.00 Uhr) dort dann Anschluss  mit dem Zug um 18.00 Uhr nach Saint-Jean-Pied-de-Port wo wir um 19.31 Uhr ankommen werden.

Unsere 1. Unterkunft wollten wir nicht dem Zufall überlassen und haben die schonmal gebucht. Wir wollen es ruhig angehen denn die folgenden Nächte werden wir wohl in getrennten Betten schlafen müssen .http://hotel-ramuntcho.com/mobile/  

Also gibt's fürs letzte nochmal eine Pension, damit wir auch schön erholsam schlafen können, denn die erste Etappe wird kein Spaziergang über die Pyrenäen : 27 km  bis nach Roncesvalles 1300 Höhenmeter sind zu überwinden. Aber der Wetterbericht sagt 25 grad Sonne voraus, dann Denk ich mal, wir kriegen das hin: wenn nicht: taxishuttle Nummer hab ich mir notiert, man kann nie wissen da oben........

 

..........Buen Camino............

Mittwoch, 07.05.2014

Also die Rucksäcke stehen bereit: hab meinen heute mal so gepackt wie er am Freitag dastehen wird: Gesamtgewicht: 8,7 kg, vielleicht lass ich doch das eine oder andere Shirt zuhause, oder ich steck es Alex noch heimlich in den Rucksack ansonsten hab ich echt nicht viel dabei, nur das nötigste halt, regenzeugs, schlafsack, waschsalon, (kosmetik auch nur seeeehr wenig, kajal, Wimperntusche und make up MUSS SEIN).

Alex darf wenng das Kleinzeugs noch mit reinpacken wie: Medis und Hirschtalgsalbe für die Füss , Taschenmesser (auch net ganz leicht), Rei in der Tube, Wäscheklammern für die Wäsche die täglich gewaschen werden muss, Eine Tupperdose mit 2 göffeln drin naja und der Fotoapperat muss ja auch mit. Ich bin gespannt was Alex rucksack so wiegt...

 

1. Tag Anreise Saint-jean-Pied-De-Port

Freitag, 09.05.2014

Nach einer beschwerlichen Anreise von Deutschland nach Spanien zu den Franzosen sind wir um 19.30 gut in dem verschlafenen Ort Saint-Jean-pied-de-Port am fuße der Pyrenäen angekommen. Der ganze Ort besteht nur aus Pilgern: junge Pilger, alte Pilger Pilger aus Frankreich aus Deutschland, Spanien, Neuseeland, alles da. Als erstes haben wir natürlich im Hotel eingecheckt, das übrigends ganz schnuckelig ist und mitten in der Altstadt liegt. Danach sind wir auch gleich ins Rathaus um uns unseren ersten Stempel abzuholen. Der nette ältere Herr dort war aus Deutschland, war sehr nett und gab uns gute Tipps für morgen wenn's rauf geht über den IBANETA PASS :*nehmt ja nicht zuviel Wasser mit, das müsst ihr nur schleppen, dort oben gibt's 2 offizielle Wasserstellen wo ihr Trinkwasser bekommt. Ansonsten wird's  schön morgen, es gibt kurze steile Wege dann Aber wieder welche die  gut zu wandern sind. Genießt die tolle Aussicht, da schönes Wetter vohergesagt wird und haltet euch an die rot/weißen Markierungen, gelb/blaue Muscheln gibt's erst in Spanien, noch seid ihr in Frankreich. Buen camino.*

Na da Simmer mal gespannt

Fazit: Frankreich ist schön, Spanien ist schöner. auf nach Spanien.

Ausgaben:

20 € á Person für die Fahrt von Bilbao nach Bayonne (Busfahrt, Dauer 3,5 Std). 9,80€ á Person für die Busfahrt nach Sjpdp. Essen und Unterkunft 100 €. Verpflegung: 25€. Pilgerstab und sonstiges Zubehör: 30€

1. ETAPPE SJPDP -RONCESVALLES 26 km, 1300 m Höhenunterschied

Sonntag, 11.05.2014

Gut ausgeruht starten wir um 8.30 nach einem leckeren Frühstück bei tollem Wetter in SJPDP. Es geht gleich steil bergauf und wir kämpfen an unserem ersten Pilgertag sehr mit unserem Gewicht am Rücken, die Schultern schmerzen und wir brauchen oft kurze Pausen um uns auszuruhen. Der Schweiß rinnt uns überall runter,  aber wir haben es ja so gewollt. Nach 8 km stetigem bergauf kommen wir in Orisson an der ersten Herberge mit Café und Panoramaterasse an. Wir bleiben natürlich nicht über Nacht is ja schließlich erst 11 Uhr und genehmigen uns nur einen Café von leche bevor die Schufterei weiter geht. 

Es geht immerzu bergauf, wir schnaufen und schwitzen, mal mit Musik mal still, mal mit aufmunternden Worten wie : SANDRA: glei hammers Alex- und Alex: da vorne nochmal kurz hoch uns Eck dann Simmer da. So ging das gefühlte 1000 Stunden. Es ging rauf, rauf, rauf und rauf.

Auf dem weg nach oben machten wir einige nette Bekanntschaften: ein Spanier hatte seine Frau im Schlepptau, brauchte Praxis da er im September den ganzen weg nach Santiago laufen will. die Frau tat mir leid, sprach nie ein wort, wahrscheinlich dachte sie: warum láuft er nicht gleich heut los dann hab ich jetzt schon meine ruhe:)

2 Mädels aus Frankfurt, beide arbeiten am Flughafen als Passagierbegleitung für Menschen mit handicap. Helen hatte gestern auch noch Geburtstag (35) und Michaela redete und redete so konnten wir uns ein wenig ablenken von den antrengungen. 

Nach gefühlten 20 Stunden kamen wir nach 19 km bergauf endlich oben an. Die Freude war groß bis wir in den abstiegskanal eintauchten und der dann eigentlich noch schlimmer war als der ganze Anstieg. Es ging Ultra steil 6 km durch den Wald, und wir setzten wie in Trance einen Fuß vor den anderen, langsam natürlich da die Steine am weg nicht ohne waren. Ich bekam irgendwann den vollen Lachanfall da Alex die Kirchenglocken der Kathedrale hörte obwohl nix zu hören war außer das Rascheln der Bäume und vielleicht noch ein paar vögel die zwitscherten. 

Nach 8 Stunden kamen wir fix und alle in Roncesvalles an. Als erste steuerten wir die Bar an: jeder ein kleines Bier und ne Kalte Cola,alles tat einem weh. Das beste war das Gefühl als man den Rucksack abstellte und wusste das man ihn nur noch zu den Klostermauern tragen musste. 

Nach Bier und Cola ging's dann richtung Klostermauern. Die offizielle neu renovierte Herberge mit 130 betten war schon voll. aber es gab noch das Alte Kloster mit 90 Betten wo zusáetlich freigegeben wurde.

Als wir dort ankamen waren noch nicht viel los. Ein Bett nach dem anderen stand da in Reih und Glied. Wir hatten Bett nummer 9 und 10. Die netten Klosterbrueder aus Holland machten eine kleine Einweisung in die Hausordnung:Schuhe mussten sofort ausgezogen werden und in das Regal am Eingang plaziert werden ( is auch besser so weil der Gestank der Stiefel zog dann schoen nach draussen) Waschráeume wie duschen und WC befanden sich im Keller.

Wir bezogen unsere Betten und gingen erstmal duschen. Zum Pilgermenue musste man sich in der Bar nebenan anmelden da in Etappen gegessen werden musste aufgrund des grossen Pilgeransturms. Unser abendessen war um 19 Uhr. Wir hatten noch ne stunde zeit fuer Handy aufladen und sonstiges.

Zum Abendessen sassen wir mit 3 anderen Pilgern am runden Tisch( 2 Maedels aus New york, ein áelterer Franzose) die máedels sind schon vor einem monat hinter Paris gestartet und haben jetzt noch 1 monat zeit bis santiago. der aeltere Herr ist ebenfalls schon 1 monat unterwegs und will natùerlich auch nach santiago.

Das Essen war lecker: Vorspeise Pasta, Hauptspeise, Forelle mit Pommes, nachspeise, Joghurt und Rotwein und wasser fuer alle gratis..(9 Euro so ein Pilgermenue)

nach dem Essen sassen wir noch mit Helen zusammen die ja heut Geburtstag hatte und gingen dann um 21 uhr in unsere Betten. Wir schliefen ein bevor um 22 uhr das Licht geloescht wurde.

Kein Wunder nach dem Hoellenritt :)

Fazit:    AUCH EIN ANSTRENGEDER WEG IST EIN GUTER WEG 

 

 

 

 

2. Etappe: Roncesvalles - Zubiri

Sonntag, 11.05.2014

Die nacht war Hoelle. Eindeutig zu kurz. trotz Ohrenstoepsel bekam ich das schnarchen meines Spanischen Nachbarn unter mir voll mit. Ich dachte erst es ist Alex (der schnarcht aber normal nicht) ich konnte es aber nicht richtig lokalisieren, da ich ja die Ohrenstoepsel drin hatte. So ging meine Hand immerwieder rùeber zu ihm (wir hatten das glueck beide die oberen stockwerke nebeneinander zu belegen) um ihn kurz zu wecken damit das schnarchen aufhoerte was es aber nicht tat. Bald schnallte ich es das es der spanier unter mir sein musste. Alex begriff es schneller als ich und schaukelt das ganze eisenbett hin und her damit der spanier geweckt wurde. was aber auch nix half. der schnarchte und schnarchte. ich bin aufs klo und schlief dann doch nochmal bis 6 uhr bis das Klosterlicht anging.

dann gings ziemlich schnell. Morgentoilette und los gings wieder Wir bekamen noch mit das einer seine wanderschuhe vermisste, anscheinend hatte sie ein anderer in der frùeh angezogen. (hihi) .

Heute regnet es in stroemen. wir frùehstìueckten in der Bar Sabina und dann gings weiter auf den Camino. Alles war mit regencape ausgestattet und stapfte so im Wald herum. Der WEg war gut, ging stetig leicht bergab machmal etwas rauf, aber wir kamen gut Voran.

nach 3 Stunden Fussmarsch ( 12 km ) kamen wir an eine kleine Bar und machten kurz rast ( ein Omelett und 2 Cafe con Leche) dann gings weiter mal hoch mal runter ( das simmer ja gewohnt) wetter besserte sich,  der Regen hörte auf und manchmal kam auch die Sonne raus.

Man begegnet immer den gleichen leuten: die máedels aus frankfurt luden uns zum klosterschokolade essen ein, und eine áeltere deutsche lehrte mich mitten im wald die Orchideenbluete im Spanischen Wald. Auch sehr interessant. Der weg an sich war außer dem Regen gut zu laufen aber man merkte noch sehr die Anstrengung vom gestrigen Tag. 

Wir wollten eigentlich nach larrasona heute doch als wir in zubiri an der schönen Herberge vorbeikamen entschlossen wir hier doch zu bleiben. Es war richtig kuschelig hier, kleine Zimmer mit nur 5 Betten schlossen auf eine erholsasame Nacht ohne schnarchkonzert. 

Nach einem Mittagsschlaf und einer dusche genehmigten wir uns erstmal ein Radler in Dr Bar nebenan, gaben vorher noch die Wäsche ab (würde für 6 Euro wieder frisch gewaschen an unser Bett  gestellt). 

Abendessen war gemeinsam heute in der Herberge mit den anderen Pilgern an einem Tisch: Vorspeise: Salat (endlich mal wieder was grünes) hauptspeise: Alex (ripple), Sandra : (Kabeljau Filet), Nachtisch: selbstgemachtes Joghurt mit.lemon, dazu Rotwein soviel man will (oder Frau. Am Tisch: ein Franzose der so tat als verstehe er nix, eine Holländerin die aus Holland loslief und 3 Monate unterwegs war, 2 Spanier und eine Australierin, alles in allem ein lustiger Ausklang am 2. Tag. Um 22 waren wir im Bett.

kosten : Unterkunft mit Frühstück 15 Euro, pilgermenü 12 euro, waschen 6 euro, tagsüber 20 Euro. 

Fazit: ein Franzose am Tisch macht noch lange keine schlechte Stimmung

3. Etappe : von Zubiri nach Pamplona (23 Km)

Montag, 12.05.2014

Die Nacht, wie gewohnt ein Schnarcherzimmer;) um 6 Uhr sind wir aufgestanden und haben uns fürs Frühstück fertig gemacht. Es war ein großer Frühstückstisch mit 14 Personen (Deutsche, Franzosen, Spanier, Amerkianer). Zum Essen gabs Müsli, Kuchen und einen Toast, dazu Kaffee mit warmer Milch. 

Um 7:30 gings los, aufn Weg trafen wir unsere Essensnachbar vom Abend. Es ging gleich bergauf und wieder bergab.. Auf der halber Tagesstrecke trafen wir die Frankfurter Mädels, welche uns mit Käse und Schokolade versorgten. Wir liefen mit ihnen und einem Tom aus München ein Stück.

Als wir in einem Vorort von Pamplona angekommen sind , war es schon 14:30 und wir mussten uns beeilen, da die Herberge Paderborn begehrt ist. also noch mal vollgas. Leider haben wir die Abzweigung verpasst und mussten somit einen ungewollten Umweg gehn. 

Nach eingabe der gps-daten ins handy, haben wir den weg schnell gefunden. sandra ist sofort an allen vorbei in die Herberge gelaufen und gleich zur Herbergsmutter hin;) 

Hat funktioniert, wir haben eine Platz bekommen;) sandra durfte noch eine Karte ziehen, nur fuer die engel hat die herbergsfrau gesagt, nicht fuer die bengel. Das Beste kommt nich, wir haben den vip raum bekommen;) d.h. ein raum nur wir zwei..  Ohne schnarcher.

Nach dem Einchecken sind wir noch in die altstadt zum pilgermenue essen und wein trinken.

um 21:45 warn wir wieder vor unsere unterkunft und haben uns noch mit zwei aelteren deutschen Frauen ueber den naechsten tag ausgetauscht. 

Fazit: wer schneller laeuft, ist nicht schneller am ziel

Ausgaben: unterwegs 10 euro( kaffee, cola, bier, bananen(wald))

 

4. Etappe Pamplona -Obanos 22 km

Mittwoch, 14.05.2014

Nacht war natürlich Super ruhig im Dach der Herberge Paderborn. Geweckt wurden wir von franz dem hospitalieros der direkt ins Zimmer kam. Das Frühstück war lecker; Toast mit Butter und Marmelade dazu Kaffee ohne ende und wir wurden von Uschi bedient. Sie BESTAND darauf das wir uns von ihr bedienen lassen: SONST BRICHT CHAOS AUS UND DAS KANN ICH NICHT GEBRAUCHEN, so ihre aussage. Um 8 mussten wir die Herberge verlassen, was auch klappte (wir waren mit der Koreanerin die ihre Wäsche hinten am Rucksack hängend trocknete, die letzten die die Herberge verlassen haben. So jetzt aber los, die Etappe wird sehr bergig. Es geht wie im Allgäu hoch und runter. Ein kurzer Regenschauer zwingt uns den Poncho rauszuholen damit wir nicht nass werden. Nach 4 Stunden waren wir endlich oben auf dem Alto de perdon (750 m). Die ersehnte Pause war kurz, da oben ein schrecklich kalter Wind blies. So ging es gleich weiter steil nach unten Richtung obanos. Mittlerweile wurde es richtig heiß und wir müssten ganz schön schwitzen, Alex freute sich nach einer weiteren Stunde auf ein kleines Bierchen. Danach ging's auch wieder besser und so kamen wir um 15.30 nach 8 Stunden (mit Pause) in obanos an. Das Dörfchen hatte nur eine kleine Bar am Dorfplatz und nur eine Herberge , wir entschieden uns heute für eine schnuckelige casa für 45 Euro das Zimmer mit Bad in der Nähe der Bar, erst wird geduscht dann ging's runter. Wir saßen draußen mit den Einheimischen und Genossen die Sonne. Der Bauer nebenan trällerte ununterbrochen spanische Lieder in opernlautstärke. So haben wir uns den Abend auch nicht vorgestellt, aber nach noch einem bierchen war's dann ganz lustig.das sollte aber nicht alles gewesen sein was das Abendprogramm zu bieten hatte. Wir durften mit Udo aus München (Frührentner) und Inge aus dem schwäbischen Augsburg am Tisch unser pilgermenü einnehmen (war auch in der Bar, logisch) bei dünner Suppe mit Graupen und Linsen mit Würstchen, berichteten uns die beiden den Unterschied von leberkäs und FLEISCHKÄS, und warum welcher besser schmeckte, Alex und ich schlürften derweil an unserer Suppe und hörten interessiert zu. Wann hat man schonmal die Möglichkeit 2 so Spezialisten am Tisch zu haben die sich mit sowas auskennen.  Dann wurde uns noch erzählt warum Inge und Udo nicht in Herbergen übernachten: Udo schnarcht immer so sehr sagt Inge und Inge schämt sich deswegen so sehr das sie jetzt nur noch sehr selten in Herbergen schlafen. 

Ein interessanter Abend heute.

Fazit: FLEISCHKÄS BLEIBT FLEISCHKÄS

5. Etappe Obanos-Estella 26 km

Donnerstag, 15.05.2014

Wunderbar haben wir geschlafen in dem romantischem Himmelbett in weißer Bettwäsche. Um 6.30 ging's mit nur einer Banane und einem Cola light weiter auf dem camino. Denn die einzige Bar hatte noch zu. Morgens braucht man immer etwas bis man sich  eingelaufen hat, da unsere  Beine Schmerzen und man erst in seinen Rhythmus finden muss, ich laufe meist anfangs etwas langsamer (Alex hat früh mehr power) aber nachmittags übernehme ich die Führung und renn vorne weg. Wir nähern uns langsam der milden weingegend la Rioja was man auch am Wetter merkt, es wird zunehmend heißer und heißer. Durch Getreide und Weinberge geht es immernoch auf und ab. So ein schlauersbacher Berg wird ca. 20 -30 mal täglich überwunden( mittlerweile ein Klacks für uns). Genervt haben uns heute auch die Vielen Fahrrad  Pilger die ständig mit klingeln an uns vorbeirasten. Die Hitze zehrt Schon sehr an unseren Nerven und ist auch körperlich anstrengend. Alex lief sich einen Wolf und brauchte häufig meine schwesterliche medizinische Hilfe. Nach dem guten Ratschlag doch 2 Unterhosen anzuziehen war endlich Ruhe und der Wolf schlief für kurze zeit.  haben heute nur kurze Pausen gemacht damit wir die geplanten 26 km einhalten konnten. Um 16 Uhr kamen wir in der Herberge #anfa# an. Die Herberge ist eine Institution für geistig behinderte Menschen und wir haben uns wohl gefühlt obwohl es wieder so ein shnarchsaal mit 40 betten war. Neben mir lag nicht weit die Holländerin im Bett und schlief schon: ist die gerannt heute hab ich mir gedacht? Die jüngste is die ja auch nicht mehr, am weg sind wir ihr doch auch begegnet, komisch dacht ich mir. Wir sind ja jetzt auch nicht langsam. Naja egal. Wir duschten erstmal, danach würde Wäsche gewaschen und um 18 Uhr ging's in die schöne Altstadt mit den alten Gässchen zum essen. Der Hunger treibt einen schon raus aus dem Bett, schließlich geht's morgen wieder auf die Piste da braucht man schon ein paar Kohlenhydrate sonst geht da nix vorwärts. Haben den Abend heute mal ohne anderer Pilger Gesellschaft verbracht und gingen um 21 Uhr wieder in unsere Herberge( um 22 Uhr wird abgeschlossen und das Licht gelöscht.

Fazit: fällt euch eins ein ? 

6. Etappe Estella-Los Arcos 22 km. 420m aufstieg

Freitag, 16.05.2014

Wieder mal eine schnarchnacht, der neben mir sägte die ganze Nacht, trotz ohrenstöpsel ständig aufgewacht. Alex schlief im Bett über mir, aber auch wesentlich besser als ich. Kommuniziert wird in so einem Saal übrigends über Handy da man sich sehr ruhig verhalten muss und nicht gesprochen wird aus Respekt den schlafenden Pilgern gegenüber. Um 7.00 wurden wir geweckt und es ging erstmal in die Bar ums Eck auf einen Kaffee mit Croissant . Gut gestärkt mit unseren üblichen Wehwehchen die so jeder hat,ging's wieder erstmal rauf und der Puls war um 8 Uhr gleich mal wieder oben auf 200. die Landschaft wird etwas ebener und wir trafen schon bald auf den berühmten Brunnen la irache wo sich jeder vorbeikommende Pilger Rotwein und Wasser zapfen kann. Unterwegs trafen wir wieder alte bekannte, den Münchner mit seiner Augsburgerin und Christina die Holländerin die uns fragte ob wir schon eine Unterkunft haben für heute Nacht : sie hätte ein drei-Bett Zimmer gebucht, dich die beiden anderen lagen stark zurück und jetzt hätte sie noch die betten frei. Wir überlegten nicht langen und sagten zu. 20 Euro pro Person mit Frühstück dazu eigenes Bad und wäscheservice für 1 Euro war unschlagbar. Ich freute mich auf eine ruhige schnarchfreie Nacht und außerdem war sie ne nette lustige Holländerin. 

Ab 13 Uhr würde es sehr heiß: zwischen monjardin und los arcos gab es kein Wasser und nurnwenig schatten. In der prallen mittagsSonne zu laufen macht keinen Spaß vor allem Wenn man schon 15 km hinter sich hat und alles geben würde für eine kalte cola, da kam wie aus einem nichts nach einer Kurve wie eine fatamorgana ein ein imbisswagen mit lauter Musik mitten in der pampa. Oh haben wir uns gefreut. Sofort bestellten wir uns einen frisch gepressten osaft, eine Banane, kaltes Wasser und setzten uns unter einen schattigen Baum hinter dem Imbiss, alles war voller Pilger und alle freuten sich auf die kalten Drinks und die schattigen Plätze. Lange hat es nicht gedauert und ich schlief in der Wiese ein so kaputt war ich, Alex war Futter und hielt die Stellung bei Zigarette und Cola. Nah dem päusschen war ich wieder fit und wir schafften die restlichen 5 km bis los arcos wieder im leichten Schritttempo. Beim Ortsschild los arcos zog es sich nochmal ein wenig bis in die Altstadt aber wir schafften es dann doch bis zur ~casa de la Abuela- wo die Holländerin schon frisch geduscht in der Küche auf uns wartete.: wie hat sie das nur wieder gemacht?? Sie sagt sie hat schon ne Stunde geschlafen und geht jetzt mal in die Kirche und erkundigt sich nach der Messe? Wie macht die das nur dacht ich mir, die ist doch locker Mitte 50 und rennt wie ne irre den camino entlang als macht sie seit Jahren nichts anderen. Nach wie immer einer Dusche und einem Schläfchen ging es ca. 17.30 ins die Stadt, um 20 Uhr soll die pilgermesse  in der uralten gotisch-barocken Kirche iglesias de santa Maria aus dem 12. Jh. Sein, Wo wir heute hin möchten  aber erstmal gab es ein Feierabend Bierchen am gleichnamige Platz vor der Kirche. Gegessen haben wir auch gleich das leckere pilgermenü mit Spaghetti und Salat (Alex: spaghetti und Schnitzel ), Nachspeise Eis und wie immer gratis Wein.

Leider erfuhren wir kurz vor 20 Uhr das pilgermesse ausfällt, schade. Und so spazierten wir noch ein wenig uns Dorf und entschieden noch ein Getränk in der Sonne einzunehmen.  Es dauerte nicht lange dann kamen Udo und Jutta vorbei und setzen sich zu uns. Udo hatte schon etwas mehr gratis Wein gebechert und erzählte lustige Geschichten vom früherem Pilgern. Jutta schämte sich für Udo weil er soviel gebechert hat. Wir fanden sie beide lustig. Udo trank einen Brandy und Jutta einen kleinen Sangria. Udo hätte gerne noch einen weiteren Brandy gewollt, dich Jutta hat es ihm nicht erlaubt, weil Udo sonst wieder so laut schnarcht. 

Um 21.30 ging's für uns alle 4 in die Unterkunft, unsere holländische mitschläferin lag schon im Bett .wir folgte zugleich und schliefen sofort ein . Kosten: 35 Euro Verpflegung, Unterkunft 40 Euro 

Fazit: und wenn du glaubst es geht nicht mehr kommt mitten in der Papa eine Bar daher

7. Etappe Los Arcos- Viana 19 km

Samstag, 17.05.2014

Also so ne Holländerin hat bis jetzt jeden schnarchsaal übertroffen. Das schlimme war: sie lag direkt neben mir so bekam ich echt alles ab, Alex lag neben mir und somit noch einen Meter weiter von ihr weg. Ich hab trotz ohrenstöpsel ab 3 Uhr nicht mehr schlafen können und bin völlig gerädert um 7 aufgestanden. Alex hat besser geschlafen und wurde weniger gestört. das tolle vorbereitete Frühstück entschädigte die Strapazen der Nacht ein wenig. Es gab selbstgebackenen Kuchen, Eier, Kaffee, Tee, Obst, Marmelade, Honig, Müsli uuund: nudelllahhhh. gut satt ging es los. Frueh ist es immer noch sehr frisch, aber ab 10 uhr wird es richtig heiss. Der weg ging heut durch alte kleine mitteralterliche Doerfer, die irrerweise immer auf einer Anhöhe lagen und wir heute wieder mehrere Schlauersbacher Berge hoch und runter mussten. Das geht ganzschien an der Ausdauer und nan braucht gäufig Pausen und nachschub von Bananen, nüssen oder Riegeln, Wasser ist natürlich noch wichtiger, da sorgt Alex dafür. Denn er trägt es netterweise auch, gell Alex;)?! Während einer Pause in einem Kaffee, treffen wir die beiden Münchner Damen (mitte 50). Sie liefen auch nur zwei Wochen, wie wir und muessen am Dienstag wieder nach Hause. Sie guckt auf meine nackten Beine und sagt: gell du bist auch rasiert? Ich: nee, hatte noch keine gelegenheit, ausserdem ist es mir im moment nicht so wichtig. Also sie kann ohne rasur hier nicht unterwegs sein, gell Mia? (Mia ist die zweite Dame) sie nickt nur kurz;) sie erzaehlt uns noch, was zuhause alles los ist: tocher haette der putzfrau erlaubt, den Siffon in der Spuele auszutauschen, doch jetzt geht gar nichts mehr. die handwerker bekommen das Ersatzteil nicht so schnell daher, da es eine sehr alte Spüle ist. Die münchnerin sagt zur ihrer tochter: wir Haben genug geld, kauf sofort eine neue Spüle. Die Tochter ist jetzt uebergluecklich, da sie am samstag 40 leute zu besuch hat und jetzt wieder ihr Geschirr spuelen kann, sonst wäre unter Umständen das ganze fest ins Wasser gefallen. Was so eine neue Spüle für eine Freude machen kann gell ? 

Aviana lag logisch wieder oben auf dem Berg, so waren wir froh das wir endlich dort waren, da wir heute wieder eine Pension wollten für uns 2 damit ich heute mal wieder ruhig schlafen konnte. Wir fragten uns durch die Altstadt und fanden schließlich was sehr einfaches, (sehr klein) nix zum drin tanzen, AAABER zum schlafen reichte es. Kostete wieder 40 Euro ohne Frühstück.

Gegen Abend erkundigten wir noch die Altstadt mit ihren kleinen Geschäften und Bars (Shoppen fällt ja in Diesem Urlaub leider komplett aus) und trafen auf Freunde wie Udo und Inge aus München die auch eine Kneipe zum essen suchten. Alex und ich beschlossen in der Kneipe neben unserer Pension zu essen, was Udo und Inge auch gut fanden. Wir gingen schonmal vor und trafen dort die beiden Münchner Damen, die uns gleich einluden mit ihnen zu essen( so hatten wir das Glück ohne Udo und Inge zu essen die auch gleich kamen, aber kein Platz mehr war).  Wir erfuhren das Michaela (Freundin von Mia) Hypnotiseurin ist und gutes Geld verdient. Sie hat vor Ei einem Jahr ihren Sohn in Manila besucht, als er dort missionierte. Er betreute Kinder in den Slums um sie auf die Schule vorzubereiten. Als er wieder zuhause war, hatte er nach Monaten immernoch starken Juckreiz und Pusteln am ganzen Körper und bekam es trotz Antibiotika und cortison nicht in den Griff. AAABER Michaela ist ja Hypnotiseurin und hat ihn dann erfolgreich damit behandelt, einmal in Trance gewesen der Bub und schon war der Ausschlag weg, sagt sie. Er war einfach noch nicht in Deutschland angekommen deswegen brauchte er noch mal eine Rückführung nach Manila. Und jetzt sei er endlich angekommen und der Ausschlag war sofort weg. 

Eine interessantere gute-Nacht Geschichte kann man sich kaum vorstellen 

kosten/ 40 Euro Unterkunft, essen 20, unterwegs 15 euro

 

Fazit: Alles Kopfsache